NINA HALPERN

THEATERPÄDAGOGIN

 

Theater bedeutet für mich eintauchen in verschiedene Lebenswelten, sich einlassen und auseinandersetzen mit sich selbst und anderen Menschen, Energien fliessen lassen und sich verwandeln können. "Theater ist die Kunst, sich im Spiel auszudrück-en". Dieses Potential kennenzulernen, weiterzugeben, neu zu besetzen und ständig weiterzuentwicklen, fasziniert mich.


Ganz kurz

Aufgewachsen bin ich in Luzern.

In Zürich studierte ich Kunstgeschichte und Religionswissenschaft.

Für die Ausbildung zur Theaterpädagogin zog ich nach Heidelberg.

Gewohnt habe ich für 4 Jahre in Basel.

Mittlerweile bin ich zurück in Luzern.

Seit 2012 arbeite ich als freischaffende Theaterpädagogin und Regisseurin.

Meine Projekte und Inszenierungen bringen mich an verschiedene Orte, Bühnen und Schauplätze in der Schweiz und im Ausland.

Ich bin im Zentralschweizer Vorstand von ACT, dem Verband der Freien Theaterschaffenden (neu t.)


Leidenschaft

Einer meiner liebsten Zielgruppen in meiner Arbeit als Theaterpädagogin sind Jugendliche und junge Erwachsene. Sie stehen an einem Punkt in ihrem Leben, wo viele Veränderungen passieren. Ihnen brennen Themen unter den Nägeln, die mich interessieren und sie stehen in einem Spannungsfeld, das viel Potential und Kraft birgt. Ich selber hatte meine Spiellust im Jugendtheaterclub Playstation des Luzerner Theaters entdeckt („Nellie Goodbye, 2006 und „Frühlings Erwachen“, 2009). So war es auch nicht verwunderlich, dass es mich nach meiner Rückkehr aus Heidelberg genau in diese Sparte verschlug. Meiner erste Inszenierung fand am Jugendtheater in Ruswil statt ("Lieblingsmenschen", 2013).

 

Von 2012-2017 leitete ich das neugegründete Jugendtheater actNow am VorAlpentheater Luzern. Jährlich zeigten wir eine Produktion, die wir über eine Spielzeit mit den Jugendlichen erarbeitenten. 2014 gewann ich mit actNow den 1. Förderpreis des Migros Kulturprozents und realisierte damit ein zweijähriges Austauschprojekt mit Jugendlichen aus dem Kosovo („Ich bin Lumturia“, 2016/17). Im Moment bin ich daran weitere Gefässe für Jugendliche und junge Erwachsene am VorAlpentheater zu etablieren und arbeite im Vorstand.

Stückentwicklung mit dem Jugendtheater actNow (2016)

Vielfalt

Seit 2013 arbeite ich bei der Medien- und TheaterFalle in Basel. Wir realisieren medien- und theaterpädagogische Projekte für Bildungseinrichtungen, Unternehmen und öffentliche Institutionen. Unsere Angebote sind interaktiv, geben Impulse zu selbstbestimmtem Handeln und setzen Dialoge zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen in Gang.

 

Die Vielfalt der Angebote und Projekte schlägt sich auch in der Vielfalt meiner Rollen nieder. In Forumtheater bin ich als Moderatorin, Regisseurin und Schauspielern tätig. Ich schreibe Konzepte und Drehbücher für Workshops und Audiorundgänge. In den Eigenproduktionen der TheaterFalle arbeitete ich bis jetzt als Produktionsleiterin ("Der Besuch aus Gjilan", 2015), Regisseurin ("Songlines", 2016 und "Delikat", 2017) und Schauspielerin ("Nimmerland", 2016). 

 

Ab dem 1. Januar 2019 wird die Medien- und TheaterFalle unter dem neuen Namen Reactor weitergeführt. Ich übernehme die Co-Geschäftsleitung.

 

Einen Überblick über meine Arbeiten als freischaffende Theaterpädagogin und Regisseurin findet man hier.

Moderatorin im Forumtheater "rauchfrei" und Regisseurin beim Filmprojekt "Herzsprung" (2017)


Interdisziplinär

Ich verbinde in meinen Projekten gerne verschiedenen Disziplinen wie Theater, Tanz und Musik. Meine erste Erfahrungen mit Musical und Musiktheater machte ich in einem Jugendmusical Verein, wo ich meine erste Regiearbeit realisierte („RENT“, 2009). Seither finden sich immer wieder Anknüpfungspunkte für interdisziplinäre Projekte. 

 

2014 realisierten wir das Jugendprojekt ("Verona 3000"). Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, mit Jugendlichen aus der ganzen Zentralschweiz ein schweizerdeutsches Musical über das Jungsein im dritten Jahrtausend zu entwickeln. Involviert waren über 100 Jugendliche und junge Erwachsene.

 

Das Musicalprojekt ("Thank you Stars") brachte mich 2016 als Regisseurin nach Russland. Gemeinsam mit Schülern aus Zürich und Rybinsk probten, sangen, tanzten wir und führten die Show dreisprachig in Russland und der Schweiz auf. Die Zusammenarbeit mit der russischen Crew und ihrer Arbeitsweise war eine Herausforderung und totales Neuland für mich. 

 

2016 übernahm ich zum dritten Mal die künstlerische Gestaltung des Weihnachtskonzerts für Familien, das in Zusammenarbeit mit dem Luzerner Sinfonieorchester einmal jährlich im KKL stattfindet. Ich schrieb dafür die Textfassungen und studierte mit Jugendlichen des VorAlpentheaters die Geschichte ein.

 

2018 inszenierte ich eine Fassung von Rapunzel für zwei Opernstudentinnen. Dies war für mich der erste Auflug in die Welt der Oper.

 

In all meinen Inszenierungen setze ich auf eine klare Bildsprache und Ästhetik, die sich auch im Bühnenbild- und Kostümkonzept zeigt. 

18 Seiten Minutage für die 60 Darstellenden vom Prozess (2018)

Überzeugung

Da schlummert grosses Potential und viele Geschichten. Der Drang sich zu behaupten, verwandelt sich auf der Bühne in pure Energie. Durch die Theaterarbeit kreieren wir gemeinsam ein kreatives Spannungsfeld, in dem die persönliche Entwicklung und die soziale und künstlerische Kompetenz jedes einzelnen gefördert wird. Jeder übernimmt aktiv Verantwortung für den Gestaltungsprozess. Es geht um das Entdecken und Ausprobieren körperlicher, emotionaler und sprachlicher Möglichkeiten.

 

Theaterarbeit:

  • Fördert die sprachliche und körperliche Ausdrucksfähigkeit und Präsenz
  • Stärkt das Selbstverstrauen und die Persönlichkeitsentwicklung
  • Erhöht die Wahrnehmungsfähigkeit und fördert die Mehrfachaufmerksamkeit
  • Benötigt Imagination, Fantasie und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten
  • Fördert die Empathie und das Vertrauen in die Gruppe
  • Unterstützt die Kommunikations- und Konfliktfähigkeit
  • Bietet einen geschützen Raum, um sich auszusprobieren und neu zu entdecken
Moderation vor 600 Coop Mitarbeitenden an einer Fachtagung (2015)

Angebote

Theaterpädagogik / Regie:

  • Inszenierungen von Theaterstücken
  • Stückentwicklungen
  • Textbearbeitungen
  • Coaching  

Zielgruppenorientierte Workshops:

  • Improvisation
  • Sprechtraining
  • Schreibwerkstatt
  • Bewegung und Tanz
  • Präsenz
  • Wahrnehmung
  • Konzentration
  • Gruppendynamik  
  • Mehrfachaufmerksamkeit
Stückeinführungen:
  • Vor- und Nachbereitung
  • Theaterpädagogisches Begleitmaterial
  • Workshops
Gruppenleitung im Stück "Besuch aus Gjilan" (2014)